Veröffentlicht am 2023-11-15 • 8 Min. Lesezeit
Continuous Delivery für regulierte Kernsysteme
Continuous Delivery (CD) ist in vielen Tech-Startups Standard, doch die Etablierung in regulierten Kernsystemen erfordert ein sensibles Gleichgewicht aus Automatisierung und Risikomanagement. Klassische CI/CD-Pipelines müssen um robuste Sicherheitsmechanismen erweitert werden.
Blue-Green Deployment-Konzepte
Eine der effektivsten Methoden zur Risikominimierung ist das Blue-Green-Deployment. Durch die Bereitstellung zweier identischer Umgebungen können neue Releases isoliert eingespielt und getestet werden, bevor der Datenverkehr umgeschaltet wird.
Sicherheitsmechanismen für reguliertes CD
- Automatisches Rollback-Gate: Überwachung von Fehlerraten nach dem Release mit vollautomatischer Rückabwicklung bei Grenzwertüberschreitung.
- Infrastructure as Code (IaC): Umgebungen werden ausschließlich über Skripte deklariert, um Abweichungen zwischen Test und Produktion auszuschließen.
- Immutable Artifacts: Binärdateien werden nur einmal erzeugt und unverändert durch die Phasen befördert.
Canary-Releases und Verkehrsaufteilung
Zur weiteren Absicherung kommen Canary-Releases zum Einsatz. Dabei wird der Datenverkehr gesplittet: Nur 5% werden auf die neue Version geleitet. Bleibt die Fehlerrate stabil, wird der Anteil schrittweise bis auf 100% hochgefahren.
Risikominimierung im agilen Betrieb
Durch die Kombination von Blue-Green- und Canary-Verfahren mit automatisierten Metrik-Gates können regulierte IT-Systeme mehrmals wöchentlich aktualisiert werden. Das Risiko von Großausfällen wird minimiert und alle Nachweise werden automatisch generiert.