Architektur

Veröffentlicht am 2025-11-20 • 8 Min. Lesezeit

Data Mesh: Dezentralisierung der Datenhoheit in der IT

Klassische Datenarchitekturen basieren auf zentralen Data Lakes, die von einem einzigen Spezialistenteam verwaltet werden. Dieses Team wird schnell zum Flaschenhals, da ihm der fachliche Kontext für die Rohdaten fehlt. Data Mesh löst dieses Problem durch Dezentralisierung.

Der dezentrale Data Mesh Ansatz

In einer Data-Mesh-Architektur ist die Datenverantwortung an den Fachdomänen (z. B. Abrechnung, Risiko, Kunden) ausgerichtet. Jedes Domänenteam stellt seine Daten als eigenständiges, bereinigtes Datenprodukt zur Verfügung.

Dezentraler Data Mesh Ansatz Domäne A (Abrechnung) Domäne B (Risiko) Domäne C (Kunden) Self-Serve Datenplattform

Die vier Säulen des Data Mesh

  • Domänenorientierte Datenhoheit: Fachbereiche bestimmen das Design und den Lebenszyklus ihrer Datenstrukturen.
  • Daten als Produkt: Daten müssen auffindbar, verständlich, sicher und direkt nutzbar sein.
  • Self-Serve-Datenplattform: Bereitstellung von Tools zur automatischen Pipeline- und Speichererstellung für Domänenteams.
  • Föderierte Governance: Globale Richtlinien (z. B. DSGVO-Konformität, Austauschformate) werden automatisch durchgesetzt.

Architektur eines Datenprodukts

Die wichtigste Komponente im Data Mesh ist das Datenprodukt. Es greift Daten ab, bereinigt sie, prüft die Einhaltung des Schemas im Katalog und stellt sie über standardisierte SQL- oder API-Endpunkte bereit.

Architektur eines Datenprodukts Rohdaten-Speicher Qualitäts-Gate Schema-Validierung Metadaten Schema-Katalog SQL API Endpunkt Autonomes Datenprodukt: Konsumierbar & dokumentiert

Analytics im Konzernmaßstab

Indem Daten als Produkt von Fachexperten verwaltet werden, können Unternehmen ihre Datenanalyse skalieren. Zentrale Daten-Flaschenhälse entfallen, was Business Intelligence- und Data-Science-Initiativen drastisch beschleunigt.

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