Architektur

Veröffentlicht am 2020-10-30 • 9 Min. Lesezeit

DevSecOps in Cloud-Native Enterprise-Systemen

In Cloud-Native-Softwarearchitekturen kann Sicherheit nicht erst am Ende des Entwicklungsprozesses vor dem Go-Live geprüft werden. In hochautomatisierten Umgebungen muss Security ein integraler Bestandteil der Entwicklung sein – kurz: DevSecOps.

Sicherheit nach links verschieben (Shift Left)

„Shift Left“ bedeutet, Sicherheitskontrollen so früh wie möglich im Entwicklungszyklus durchzuführen. Statt auf Audits oder jährliche Penetrationstests zu warten, wird der Code bei jedem Commit kontinuierlich auf Schwachstellen analysiert.

Code-Commit Git Hook Statischer Code Scan SAST Validierung Bibliotheken Audit Dependency Scan IaC Scan Infrastruktur Audit Deploy

Bestandteile einer DevSecOps-Pipeline

Eine moderne Sicherheits-Pipeline umfasst:

  • Static Application Security Testing (SAST): Automatische Code-Analyse zur Identifikation von Programmierfehlern mit Sicherheitsrelevanz.
  • Dependency Scanning: Lückenlose Überwachung von Open-Source-Bibliotheken auf bekannte Sicherheitslücken.
  • Infrastructure-as-Code (IaC) Audits: Prüfung von Cloud-Konfigurationsskripten (z. B. Terraform) vor der Bereitstellung.

Kontinuierliche Sicherheits-Feedback-Loops

DevSecOps endet nicht beim Deployment. Ein ausgereiftes Modell spiegelt Erkenntnisse aus dem Produktivbetrieb in die Entwicklung zurück. Erkennen Monitoring-Tools im laufenden Betrieb Sicherheitsrisiken, werden automatisch Tickets für Entwicklerteams erstellt.

Kontinuierlicher Sicherheits-Regelkreis Registry SRE/Entwickler-Fix Produktions-Alarm Schwachstelle erfasst & Ticket automatisch erstellt

Skalierbare Compliance im Konzernumfeld

Durch die Automatisierung von Scans und Feedback-Schleifen können Unternehmen täglich Software veröffentlichen, ohne Sicherheitsvorgaben zu verletzen. Die IT-Sicherheitsabteilung agiert nicht mehr als Bremsschuh, sondern als Enabler für agile Teams.

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