Governance

Veröffentlicht am 2022-12-05 • 8 Min. Lesezeit

Der strategische Wert von Enterprise Architecture Management (EAM)

In großen Unternehmen wachsen Softwareanwendungen und Infrastrukturen oft organisch. Ohne Steuerung führt dies zu redundanten Systemen, Sicherheitslücken und steigenden Betriebskosten. Enterprise Architecture Management (EAM) liefert den Bauplan für eine konsistente IT-Landschaft.

Ausrichtung der Architekturschichten

EAM strukturiert und visualisiert die Verbindungen zwischen den drei wesentlichen Architekturschichten: Geschäftsschicht, Anwendungsschicht und Infrastrukturschicht.

EAM Architekturschichten Geschäftsschicht (Fähigkeiten, Prozesse) Anwendungsschicht (APIs, Software-Services) Infrastrukturschicht (Cloud, Hybrid-Systeme)

Hauptziele eines modernen EAMs

  • Capability Mapping: Definition, wie Softwareprojekte die geschäftlichen Fähigkeiten unterstützen.
  • Kosten- und Komplexitätsreduktion: Standardisierung von Frameworks, Datenbanken und Bibliotheken.
  • Lebenszyklus-Steuerung: Geplante Abschaltung veralteter Applikationen, bevor Sicherheits-Support ausläuft.

Optimierung des Anwendungsportfolios

Ein zentraler Bestandteil im EAM ist das TIME-Modell. Es klassifiziert Anwendungen anhand ihres technischen Zustands und Geschäftswerts in vier Quadranten (Tolerate, Invest, Migrate, Eliminate). Dies schafft eine klare Entscheidungsvorlage für Modernisierungen.

EAM TIME-Modernisierungsmatrix INVESTIEREN (INVEST) Hoher Wert, moderne Tech TOLERIEREN (TOLERATE) Hoher Wert, veraltete Tech MIGRIEREN (MIGRATE) Geringer Wert, moderne Tech ELIMINIEREN (ELIMINATE) Geringer Wert, obsolete Tech

Langfristige IT-Stabilität sichern

Durch eine konsequente EAM-Disziplin verhindern Unternehmen eine Zersplitterung ihrer Technologien. EAM gibt Entscheidern die nötige Transparenz, um Investitionen zielgerichtet zu steuern und die Zukunftsfähigkeit der gesamten IT abzusichern.

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