Veröffentlicht am 2024-10-05 • 8 Min. Lesezeit
Transitioning zu Managed Services unter SLA & DORA
Finanzinstitute delegieren ihre IT-Operations zunehmend an Managed Service Provider (MSPs). Unter dem Digital Operational Resilience Act (DORA) bleiben Banken jedoch voll verantwortlich für ihre IT-Sicherheit. Dies erfordert eine strikte Governance externer Dienstleister.
Verknüpfung von Kunden- und Managed-Operations-Umgebungen
Ein robustes Betriebsmodell erfordert klare Grenzen zwischen internen Systemen und dem Support-Bereich des Dienstleisters. Ereignisse müssen über API-Schnittstellen direkt in das ITIL-Ticketing des MSPs übertragen werden.
Wesentliche Anforderungen unter DORA
- Dienstleister-Überwachung: Kontinuierliche Audit-Logs zur Überprüfung der SLA-Einhaltung durch den MSP.
- Notfalltests (Business Continuity): Durchführung gemeinsamer Desaster-Recovery-Übungen zur Überprüfung von Ausfallsicherungen.
- Exit-Strategien: Vorbereitung detaillierter Pläne zur Rückführung der Services oder zum Wechsel des Anbieters.
SLA-Eskalationsstufen
Um die Meldefristen gemäß DORA Artikel 14 einzuhalten, müssen Eskalationsketten automatisiert werden. Vorfälle werden in feste Zeitfenster eingeteilt, wodurch kritische Probleme innerhalb von 60 Minuten an Kern-Entwickler gemeldet werden.
Rechtskonforme Sourcing-Verträge
Dienstleistungsvereinbarungen dürfen keine reinen Kapazitätsverträge sein. Sie müssen KPIs zur Betriebsstabilität, automatisierte Datenbereitstellung und klare Pönalen bei SLA-Verletzungen enthalten, um die Einhaltung regulatorischer Pflichten abzusichern.